7 Gründe, eine Nacht unter freiem Sternenhimmel auf einem Berg zu verbringen

Eine Nacht unter freiem Sternenhimmel zu verbringen ist ein besonderes Erlebnis. Wer als Ansporn noch sieben Gründe darüber braucht, hier bitte:

1.) Raus aus dem Alltag

Um 8 Uhr aufstehen, ab 9 Uhr arbeiten, Mittagspause, wieder arbeiten, Feierabend. Am nächsten Tag das gleiche. Und wieder. Und wieder. Das Leben ist eintönig genug. Also raus aus dem Alltag und rein ins Abenteuer. Sachen packen, aufs Land fahren, rauf auf den Berg und eine Nacht unter freiem Sternenhimmel verbringen. Wer die Monotonie des Alltags satt hat, bekommt hier die Möglichkeit wieder frischen Wind in sein Leben zu bringen. Natürlich ist der Schlaf im eigenen Bett erholsamer, die Matratze weicher als die Iso-Matte und der Fernsehabend wahrscheinlich bequemer als der Aufstieg auf einen Berg, aber hey: Wann konntest du das letzte mal sagen, dass du wirklich ein Abenteuer erlebt hast? …

2.) Ein gelungenes Abenteuer braucht wenig Ausrüstung

Das schöne an der ganzen Sache ist, dass man erstaunlich wenig Ausrüstung für ein solches Abenteuer braucht. Bist du zum normalen Wandern ausgerüstet, besitzt du wahrscheinlich schon den Großteil davon: angemessene (warme) Kleidung und gute Schuhe. Fehlt noch eine Stirnlampe (oder Taschenlampe), eine Iso-Matte und ein Schlafsack. Willst du auf Nummer sicher gehen, dann ist ein Biwak-Sack vielleicht noch gut. Abschließend muss man nur mehr für genügend Trinkwasser, Essen und etwaige Hygiene-Artikel wie eine Zahnbürste sorgen. Fertig ist die Abenteuer-Ausrüstung.

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Iso-Matte, Schlafsack, Rucksack, Wasserflasche und ein Sonnenaufgang wie er im Buche steht.

3.) … aber eigentlich braucht es nur eines: Ein bisschen Mut.

Neben den materiellen Dingen sollte man vor allem eines mitbringen. Ein bisschen Mut. Nicht jeder ist von der Idee so begeistert, alleine irgendwo in der Wildnis zu übernachten. Deswegen organisiert man sich zum ersten Mal am besten  einen Adventure-Kumpanen. Eines sollte man sich immer bewusst sein: Es gibt höchstwahrscheinlich keine verrückten Leute, die tagelang auf einem einsamen Gipfel warten, bis dort oben mal jemand schläft. 😉

Wirklich Acht geben muss man nur aufs Wetter. Eine stabile Wettersituation ist wirklich wichtig, wenn die Nacht angenehm sein soll. Also kein Gewitter, kein Regen, nicht zu viel Wind. Gerade in den Bergen kann sich das Wetter schnell ändern.

4.) Es kostet nichts. (Also fast nichts.)

Gerade für Studenten, die häufig oft knapp bei Kasse sind, ist eine Übernachtung im Freien ein No-Brainer. Unsere Berge sind frei, hier muss keiner etwas zahlen und jeder wird das gleiche erleben. Hat man einmal die Ausrüstung beisammen, kann man solche Dinge beliebig oft wiederholen und immer wieder etwas neues Erleben.

5.) Rechtlich ist es kein Problem (oder doch, je nachdem wo du schlafen willst)

Und dann kommt das leidige Thema mit dem rechtlichen Sachen. Ich kann leider nur über die Situation in Österreich sprechen und hier ist es etwas, wie soll ich sagen, schwierig. Im Waldgebiet ist das Übernachten in ganz Österreich generell verboten – außer man hat die ausdrückliche Zustimmung des Grundeigentümers. Doch wer will schon im Wald schlafen, wo der Sonnenaufgang von den Bäumen verdeckt wird und generell viel mehr Krabbelviecher unterwegs sind? Viel spannender – aber leider auch rechtlich komplizierter – ist es im Gebirge. Denn hier gelten je nach Bundesland unterschiedliche Regelungen, die auf dieser Seite vom Alpenverein zusammengefasst sind. Bei Verstößen muss man mit Geldstrafen bis zu 14.500 Euro rechnen. Am entspanntesten ist die Lage in der Steiermark, Salzburg und in Oberösterreich. Wie im Wald gilt auch in den Bergen die Grundregel: Wenn der Grundeigentümer zustimmt, ist es kein Problem. Also muss man vielleicht auch einfach nur ein wenig kreativ sein und sich zum Beispiel mit einem Hüttenwirt gut stellen, dort Frühstücken oder Abendessen und kann dann in der näheren Umgebung unter freiem Himmel schlafen.

Eine Grundregel bitte jedenfalls beachten: Naturschutzgebiete sind Tabu! Und schaut auf die Natur: Das heißt kein übermäßiger Lärm, kein Lagerfeuer, keine Party und vor allem den Müll wieder mitnehmen.

6.) Das, bevor du schlafen gehst …

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7.) … und das, wenn du aufwachst.

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Und wie immer gilt: #einfachmachen! 

 

 

Kommentare

  1. Schöne Tipps! Ebenfalls empehlenswert, und eine Art „Zwischenlösung“, weil auch ohne Schlafausrüstung möglich: Einfach um Mitternacht wegwandern, und den Sonnenaufgang am Gipfel geniessen. Schöne Grüße aus dem Kremstal!

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