Adlerweg Etappe 11: Vom Karwendelhaus über die Birkkarspitze zum Hallerangerhaus

Dieser Artikel entstand in Kooperation mit Tirol Werbung

Eigentlich war ich in Gedanken bereits darauf vorbereitet, vom Karwendelhaus die Alternativroute über Scharnitz zum Hallerangerhaus zu wandern. Die Tour über die Birkkarspitze ist nämlich nur bei gutem Wetter empfehlenswert. Und genau das Gegenteil sollte laut Wetterbericht eintreten.

Doch ich hatte Glück. Sowohl yr.no, Morecast und Kachelmann-Wetter sagten am frühen Morgen auf einmal schönes Wetter vorher. Also doch keine Alternativroute und direkt über die Birkkarspitze zur Kastenalm und dann zum Hallangerhaus. Trittsicherheit und Schwindelfreiheit sind bei dieser rund 15 Kilometer langen Tour unbedingt erforderlich.

Direkt vor dem Karwendelhaus beginnt der Steig zum Schlauchkar steil hinauf. Seilversichert durch ausgesetztes Gelände und zwischen den Lawinenverbauungen. Hier kann man sich schon den ersten Vorgeschmack auf den Höhepunkt dieser Tour auf der Birkkarspitze holen. Nachdem man um den letzten Felsen herumsteigt, sieht man schon den restlichen Aufstiegsweg – das Schlauchkar und die Birkkarspitze.

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Bei der Abzweigung zum Hochalmkreuz bleibt man auf dem Weg. Es folgt ein langer Aufstieg über Felsstufen und Geröll. Vor allem das Geröll ist dabei das unangenehme Terrain. Zusätzlich sind die Markierungen oft schwer erkennbar. Auf diese Weise geht es ungefähr 700 Höhenmeter steil hinauf. Stellenweise quillt Wasser aus dem Kalkstein, was den Fels rutschig und den Aufstieg schwierig macht.

Der Blick zurück zum Aufstiegsweg.
Der Blick zurück zum Aufstiegsweg.

Kurz vor dem Schlauchkarsattel muss ich noch ein Alt-Schneefeld überqueren. Es gibt zwei Wege, die bereits durch Trittspuren markiert sind. Ich nehme den oberen wo das Schneefeld schmaler ist und überwinde dieses ohne Probleme.

Nach dem letzten Aufschwung hat man den Schlauchkarsattel erreicht. Von hier aus kommt man über Seilversicherungen und einfacher Kletterei hinauf zur Birkkarspitze auf 2.749 Meter.

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Vom Schlauchkarsattel verläuft der weitere Weg Richtung Süden (Wegweiser Hallerangerhaus). Wieder muss man sich über Geröll und Seilversicherungen hinunter kämpfen.

Rechts sieht man die Birkköpfe und die Ödkarspitzen.
Rechts sieht man die Birkköpfe und die Ödkarspitzen.

In weiter Ferne kann man schon das Tal erkennen. Und genau dort ist das nächste Zwischenziel – rund 1.400 Höhenmeter bergabwärts. Zuerst durch freies Gelände und später neben dem Birkkarbach.

Ein Blick zurück nach oben lohnt sich immer.
Ein Blick zurück nach oben lohnt sich immer.

Nachdem man diesen zum ersten Mal quert, wechselt sich die Umgebung schlagartig. Nicht mehr Felsen und Geröll dominieren, sondern grüne Wiesen und Latschen. Nach der zweiten Überquerung des Baches ist noch ein weiteres kurzes Stück seilversichert und man kommt gleich in einen märchenhaften Nadelwald, der hinunter zu dem ausgetrockneten Flußbett leitet.

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Dort den Wegweisern zur Kastenalm folgen. Kurz vor dieser geht es über eine Brücke und hinauf durch den Mischwald. Immer entlang einer steilen Forststraße.

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Ab dem Lafatscher Niederleger wird der Weg kurz flacher und mein Blick schweift über die beeindruckenden Felswände. Teilweise fallen diese kerzengerade ab und sind damit ideale Kletterrouten.

Der Kleine Lafatscher
Der Kleine Lafatscher

Man kommt zu einer Weggabelung, wo man sich zwischen den beiden Endstationen – dem Hallerangerhaus und der Hallerangeralm – entscheiden muss. Für mich geht es nach rechts zum Hallerangerhaus, wo eine gemütliche Sonnenterasse, eine Dusche und ein leckerer Kaiserschmarrn auf mich warten.

Das Hallerangerhaus ist sehr beliebt, denn die Aktivitäten sind vielfältig: Wandern, Mountainbiken und Klettern. Die Hütte steht gleich am Fuße des Kleinen Lafatscher, der mit beeindruckenden Steilwänden Kletterer anzieht. Wie das Karwendelhaus ist auch das Hallerangerhaus an mehreren beliebten Fernwanderwegen.

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Links: Offizielle Adlerweg-Tourenbeschreibung

Mehr Fotos von dieser Tour gibts im Foto-Album.

Die Wanderung im Überblick

Gehzeit: 6 – 8 Stunden
Höhenunterschied: 1.450 Höhenmeter
Hinweise: Trittsicherheit und Schwindelfreiheit erforderlich. Bei Schlechtwetter gibt es eine Alternativroute über Scharnitz. Die Überschreitung der Birkkarspitze ist in diesem Fall zu gefährlich. Der Hüttenwirt des Karwendelhauses berät euch gerne bei der Tourenplanung.
GPX-Datei: Download

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