Adlerweg Etappe 24: Vom Kaiserjochhaus nach St. Christoph am Arlberg

Dieser Artikel entstand in Kooperation mit Tirol Werbung

Nach 23 Etappen quer durch Tirol sollte die 24. Etappe des Adlerwegs eigentlich keine unschaffbare Herausforderung mehr darstellen. Der letzte Abschnitt ist mir rund 950 Höhenmetern und fast 19 Kilometern zwar noch einmal lang, aber deutlich unschwieriger als die vorherigen Etappen. Auch das Gelände wird wieder abwechslungsreicher – grün bewachsene Almwiesen wechseln sich mit felsigen Geröllhängen und kurzen Kletterstellen ab. Nicht zuletzt wegen dem abschließenden „Zieleinlauf“ am Ende und der Verewigung im Adlerweg-Tourenbuch wird einem diese Etappe wohl ewig in Erinnerung bleiben.

Gleich beim Kaiserjochhaus startet der Weg Richtung Westen hinauf auf den ersten Hang zum Schindlesattel. Genau das Richtige, um den Körper so zeitig in der Früh „auf Betriebstemperatur“ zu bringen.

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Über grün bewachsene Wiesenhänge und Bergrücken geht es dann immer wieder in leichtem bergauf und bergab hinüber zur Leutkircher Hütte auf 2.251 m.

Die Leutkircher Hütte. Dahinter die Weissschrofenspitze.
Die Leutkircher Hütte. Dahinter die Weißschrofenspitze.

Für eine Pause auf der Hütte ist es noch viel zu früh, deswegen geht es für mich gleich weiter am gut markierten Steig. In der Ferne sieht man schon die Valluga (2 809 m) mit ihrer markanten Wetterstation am Gipfel, der man im Laufe dieser Tour noch viel näher kommen wird. Unten im Tal hat man immer wieder einen wunderbaren Ausblick auf St. Anton.

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Ab der Leutkircher Hütte wird der Steig deutlich felsiger. Man steigt zuerst Richtung Almajurjoch auf. Dann führt der Weg am Hang der Weißschrofenspitze immer weiter nach Westen. Einige Stellen sind hier seilversichert. Trittsicherheit und Schwindelfreiheit ist erforderlich.

Kurz vor dem Valfagehrjoch ist der letzte große und anstrengende Aufstieg des Adlerwegs zu bewältigen. Der Weg zieht sich einen steilen Geröllhang hinauf, was den Aufstieg alles andere als angenehm macht. Kurze, leichte Kraxelstellen sind auch dabei. An dieser Stelle hat man den höchsten Punkt der 24. Etappe erreicht und es folgt der Abstieg zur Ulmer Hütte.

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Am Speicherteich gleich neben der Ulmer Hütte kann man die Seele ein letztes mal so richtig baumeln lassen und das großartige Bergpanorama genießen. Immerhin ist man schon bald am Ende des Adlerwegs und damit werden auch die Möglichkeiten für eine aussichtsreiche Rast immer weniger.

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Über den Panoramaweg geht es hinunter zur Galzig Bergstation und weiter am Maienweg zum Maiensee. Dass man sich mittlerweile dem Tal immer weiter nährt, merkt man nicht nur durch den zunehmenden Pflanzenbewuchs, sondern auch weil die Temperaturen zwischen den Latschen immer weiter ansteigen.

Das Ziel ist zum Greifen nah: St. Christoph am Arlberg
Das Ziel ist zum Greifen nah: St. Christoph am Arlberg

Über einfache Fußwege kommt man zum offiziellen Adlerweg-Ende: Die Steinmandl, die man schon von der ersten Etappe kennt, begrüßen mich in St. Christoph und bilden den Schlusspunkt meiner 320 Kilometer langen Wanderung.

Die sechs Steinmandln repräsentieren die sechs Gebirgszüge, die man im Laufe des Adlerwegs durchwandert: das Kaisergebirge, die Brandenberger Alpen / Rofan, das Karwendel, die Tuxer Voralpen, das Wettersteingebirge und die Lechtaler Alpen.

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Auf der Arlbergpass-Straße geht es noch ein paar Schritte hinunter zum Hotel Hospiz, wo das Adlerweg-Tourenbuch aufliegt. In dieses sollte man sich unbedingt am Ende dieser langen Tour eintragen. Jeder Adlerweg-Alumni ist hier eingeladen, seine eigene Geschichte von diesem Weg zu niederzuschreiben.

Links: Offizielle Adlerweg-Tourenbeschreibung

Die Wanderung im Überblick

Gehzeit: 4 – 5 Stunden
Höhenunterschied: 950 Höhenmeter
Hinweise: Lange Tour, die man nicht unterschätzen sollte. Trittsicherheit und Schwindelfreiheit erforderlich. Einkehrmöglichkeiten: Leutkircher Hütte und Ulmer Hütte.
GPX-Datei: Download

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