Drei Gipfelkreuze: Wandertour auf den Bosruck über den Westgrat

Der Bosruck ist ein fast 2000 m hoher Berg an der Grenze zwischen Oberösterreich und der Steiermark. Besteigen kann man ihn entweder über den Klettersteig von Nordosten oder  den Westgrad vom Pyhrnpass aus. Die anspruchsvolle Westgrat-Route geht über den Lahnerkogel sowie den Kitzstein und bietet ein Traumpanorama. Trittsicherheit und Schwindelfreiheit vorausgesetzt.

Die Route startet von der Phyrnpasshöhe (B138, Google Maps) aus, wo man einen von zwei Wegen wählen kann. Entweder über den Wanderweg 611 gegenüber des ehemaligen Pyhnerwirtes oder den Wanderweg 610 gegenüber der ehemaligen Winterdienstgarage. Beide Anfänge bieten Parkmöglichkeiten. Sie unterscheiden sich nur durch die Art des Weges: Der Wanderweg 611 beginnt direkt mit einem Waldweg, während der 610er als Forststraße anfängt. Vor der Fuchsalm werden beide Wege zusammengeführt und es geht am Wanderweg 610 weiter.

Nach einem weiteren kurzen Waldstück geht es steil über serpentinenartige Wiesenwege nach oben. bis man über der Baumgrenze ist. Immer wieder bekommt man einen traumhaften Ausblick zu Gesicht.

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Nach den Lawinenverbauungen wird der Weg etwas steiniger und es beginnt der Aufstieg zum ersten Gipfel. Dem Lahnerkogel auf 1854 m.

Die letzten Bäume. Ausblick auf das Warscheneck
Die letzten Bäume. Ausblick auf das Warscheneck

Gehzeit bis hierhin ca. 2 – 2,5 Stunden. Hier sollte man sich auf jeden Fall eine Pause gönnen, das Panorama genießen.

Blick vom Lahnerkogel. Ganz vorne der Kitzstein, dahinter der Bosruck
Blick vom Lahnerkogel. Rechts vorne der grüne Kitzstein, dahinter der Bosruck

Über den Westgrat geht es weiter Richtung Bosruck. Ab hier ist absolute Trittsicherheit vorausgesetzt, außerdem sollte man Schwindelfrei sein, weil man an einigen Stellen doch ziemlicher Höhe ausgesetzt ist. Einige Stellen sind mit Stahlseilen gesichert. Über schmale Gratwege und leicht bergauf geht es auf den Kitzstein (Gipfelkreuz 1925 m).

Weiter geht es Richtung Nordosten zum Bosruck.

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Der Weg ist ähnlich dem vom Lahnerkogel zum Kitzstein mit dem Unterschied, dass es etwas steiler bergauf geht und die Anstrengung ein wenig steigt.

Kurze mit Stahlseilen gesicherte Kletterstellen
Kurze mit Stahlseilen gesicherte Kletterstellen

Aufpassen sollte man vor allem auf das teils sehr brüchige Gestein. Außerdem ist trockenes Wetter äußerst empfehlenswert.

Im Hintergrund sieht man schon das Bosruck-Gipfelkreuz
Der Blick Richtung Bosruck-Gipfelkreuz

Nach ungefähr 45 Minuten bis 1 Stunde erreicht man schließlich das massive Eichelgipfelkreuz vom Bosruck.

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Jetzt heißt es einfach das wunderschöne Panorama zu genießen und sich für den bevorstehenden Abstieg noch ein wenig zu stärken.

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Beim Abstieg bietet sich schließlich eine erfrischende Rast bei kühlen Getränke auf der bewirteten Fuchsalm an.

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Die Wanderung im Überblick

Gehzeit: Je nach Kondition 5 – 7 Stunden (Auf- und Abstieg)
Höhenunterschied: 997 m
Hinweise: Trittsicherheit und Schwindelfreiheit vorausgesetzt!
GPX-Datei: Download

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Kommentare

  1. Sehr schöne Bilder!
    Die schreien einen ja direkt an, dass man raus geht und dort rauf wandert. Der Weg am Grat entlang gefällt mir sehr, darum muss auch endlich auch mal über den Rauen Kamm auf den Ötscher. Den erreicht man von Wien aus zumind. etwas schneller.

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