Kleiner Pyhrgas über die Gowilalm

Zugegeben, der Kleine Pyhrgas steht ein wenig im Schatten des knapp 200 Meter höheren Großen Pyhrgas. Man soll sich jedoch von der Größe nicht täuschen lassen, denn auch der Kleine hat einige Vorzüge, die eine Tagestour mehr als belohnen. Erstens ist der Aufstieg zwar anstrengend aber nicht ganz so mühsam wie beim Großen Pyhrgas. Und zweitens kann man nur am Kleinen Pyhrgas den wahnsinnig tollen Anblick auf die opulenten Felswände seines großen Bruders genießen 😉

Die Wanderung beginnt in Oberweng beim Parkplatz in der Nähe des Bauernhofs Goslitz. Ab Spital am Pyhrn ist die Anfahrt zum Parkplatz für die Gowilalm-Wanderung eigentlich durchwegs gut beschildert. Von dort geht es über den Wanderweg 616 auf schattigen Waldwegen stetig einige hundert Höhenmeter und knapp 1 Stunde bergauf zur Gowilalm.

Auf der Gowilalm kann man das erste mal die richtig tolle Aussicht über das Tal von Windischgarsten und die umliegenden Gebirge genießen.

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Ab der Gowilalm muss man ungefähr noch weitere 1:30 Stunden einplanen. Weiter geht es zuerst über eine kleine Almwiese und ein kurzes, lichtes Waldstück. Anschließend passiert man einige große Latschenfelder und ab der ersten Seilsicherung beginnt der steile Aufstieg zum Kleinen Pyhrgas.

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Ab dieser Stelle ist Trittsicherheit und an einigen Stellen Schwindelfreiheit erforderlich. Der Pfad führt schließlich über freies Felsgelände und ein paar einfache Kletterstellen bis zum Gipfel.

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Während der erste Teil bis zur Gowilalm ohne Probleme auch mit Halbschuhen zurückgelegt werden kann, hat der zweite Teil durchaus alpinen Charakter und ist nur mit passendem Schuhwerk empfehlenswert.

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Schon während dem Aufstieg bekommt man fast durchgehend den tollen Anblick des Großen Pyhrgas zu Gesicht. Am 2.023 Meter hohen Gipfel angekommen, offenbart sich dann auch der benachbarte Scheiblingstein. Am Gipfel weht oft ein starker Wind, weswegen man immer warme Kleidung dabei haben sollte.

Alternativ zum erneuten Abstieg zur Gowilalm könnte man an dieser Stelle über den Grat Richtung Großen Pyhrgas weitergehen. Dieser ist aber technisch sehr anspruchsvoll und sollte nur bei optimalen Bedingungen gemacht werden.
Alternativ zum erneuten Abstieg zur Gowilalm könnte man an dieser Stelle über den Grat Richtung Großen Pyhrgas weitergehen. Dieser ist aber technisch sehr anspruchsvoll und sollte nur bei optimalen Bedingungen gemacht werden.

Zurück geht es über den selben Weg wieder zur Gowilalm. Hier lohnt es sich auf alle Fälle eine kurze Stärkung zu sich zu nehmen.

Zum Beispiel wunderbar gute Hascheeknödel.
Zum Beispiel wunderbar gute Hascheeknödel.
die berühmten Heidelbeerpalatschinken.
… oder die berühmten Heidelbeerpalatschinken (!!)

Weiter geht es nicht mehr über den ursprünglichen Aufstiegsweg sondern im Westen (617/618) über die Holzer Alm und durchs Goslitztal. Hier bekommt man einen wunderschönen Abstieg durch duftende Blumen- und Wildkräuterwiesen geboten. Es lohnt sich immer wieder einen Blick zurück auf die mächtigen Felswände zu werfen und die umgebende Natur zu genießen. 1:15 – 1:45 Stunden später erreicht man anschließend wieder den Parkplatz.

Die Wanderung im Überblick

Gehzeit: 2,5 – 3 Stunden (Aufstieg)
Höhenunterschied: 1116 m
Hinweise: Ab der Gowilalm ist Trittsicherheit und Schwindelfreiheit erforderlich. Außerdem benötigt man passende Ausrüstung für leicht alpines Gelände.
GPX-Datei: Download

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