Salewa Get Vertical: 3-tägiges Schneeschuh-Abenteuer in Alta Badia

Letztes Jahr im Sommer war ich als einer der glücklichen Gewinner beim Get Vertical Basecamp von Salewa in Alta Badia dabei. Wir haben damals 3 Tage lang die Klettersteige rund um Corvara erkundet und es bis auf den Piz Boè auf 3.152 Metern geschafft. Mein Video und die Posts haben dem Team von Salewa scheinbar so gefallen, dass sie mich dieses Jahr als Social Media-Berichterstatter mitgenommen haben, um die Channels von Salewa mit Live-Reports und Eindrücken zu versorgen.

Die Action am Klettersteig wurde dieses Jahr gegen Schneeschuhe getauscht und uns erwartete ein Winter-Abenteuer samt Übernachtung im Zelt auf über 2.000 Metern. Bei dieser Einladung musste ich nicht zweimal überlegen und so machte ich mich Ende Februar erneut auf den Weg nach Süd Tirol.

Wie letztes Jahr konnten die Gewinner den ersten Abend dazu nutzen, sich bei einem gemeinsamen Abendessen besser kennenzulernen. Immerhin schadet es nie, die Leute, mit denen man dann drei Tage durch die Wildnis im Schnee stapft, kennenzulernen.

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Der nächste Tag startete sehr früh. Vom Hotel im Tal wurden wir bis zum Rifugio Fanes (Faneshütte) gebracht. Dort begann die erste Tour bei großartigem Wetter immer Richtung Westen. Vorbei am Rifugio Lavarella (Lavarellahütte) und dem Col Toronn bis zum Piz di Zuber (Piz Züber). Der Wetterbericht hielt sein Versprechen ein und bereitete uns in der ersten Tageshälfte ein großartiges Bergwetter. Die Weitsicht war genial und wir hatten ein umwerfendes Panorama.

Die beeindruckende Kante bei Piz di Zuber mit der dahinterliegenden Steilwand war eindrucksvoll und respekteinflößend zugleich. Weiter im Norden würde man zum Heiligkreuzkofel aufsteigen können.

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Für uns ging es jedoch hinunter zur Kreuzkofelscharte und dem Weg Nr. 7 folgend durch die Fanes-Hochebene zurück zum Rifugio Fanes. Die erste Tagestour bestand aus ungefähr 13 Kilometern und 850 Höhenmetern und einige von uns waren richtig froh, einen gemütlichen Abend in der Hütte zu verbringen.

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Nach einer erholsamer Nacht und einem stärkenden Frühstück ging es am zweiten Tag hinauf zum Limojoch auf 2.172 Metern. Der kurze, aber knackige Anstieg war genau das richtige, um den Körper bei dem nebeligen Wetter wieder auf Touren zu bringen. Auf dem Dolomiten Höhenweg 1 wanderten wir vorbei an der Groß Fanesalm über das Tadegajoch, bis wir schließlich über einen steilen Abstieg hinunter zur Capanna Alpina kamen. Im Laufe des Vormittags zeigte sich auch die Sonne wieder und enthüllte die wunderbare Bergkulisse. Endlich wussten wir, worüber unsere Guides die ganze Zeit schwärmen 🙂

Nach einer kurzen Stärkung zu Mittag, begann der flache, dafür aber sehr lange Anstieg zum Störes auf 2.185 Metern. Die gesamte Tour am zweiten Tag kam auf rund 17 Kilometer und 800 Höhenmeter.

Leider zogen im Tagesverlauf immer mehr Wolken am Himmel auf und es begann zu schneien. Was die Berge aufgrund der Schneearmut in den letzten Wochen und Monaten dringen brauchten, schränkte unsere Sicht ziemlich ein. Mich als Winterfan störte das jedoch kein bisschen, weswegen auch der Schneefall meine Freude nicht dämpfen konnte. Im Gegenteil.

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Vom Gipfel des Störes war es nicht mehr weit zum Rifugio Pralongia, in dessen Nähe wir unsere Zelte für die Nacht aufschlagen durften. Die Nacht im Zelt war genial. Durch die warmen Schlafsäcke war es sogar eher zu warm im Zelt und der Schneefall am Zeltdach erzeugte eine beruhigende Geräuschkulisse. Einzig die Angst, dass man sich am nächsten Tag aus den Schneemassen ausbuddeln muss, war im Hinterkopf.

Aber so schlimm war es dann nicht. Knapp 30 – 40 cm Neuschnee fielen über Nacht zu Boden und verwandelten die Landschaft in ein wahres Winter-Wonderland. Den letzten Tag verbrachten wir mit dem Abstieg zurück ins Tal, wo unser Abendteuer schließlich geendet hat.

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Wie im Sommer war auch die Winter-Edition von Get Vertical Basecamp von Salewa ein tolles Erlebnis. Es ist immer wieder toll zu sehen, wie eine Gruppe von 20 Leuten nach ein paar Tagen am Berg zusammenwächst und sich sogar Freundschaften entwickeln. Und das, obwohl man aus 10 verschiedenen Ländern kommt und sich vorher nicht kannte. Ich kann jedem nur empfehlen, sich für das nächste Event zu bewerben – die paar Tage werdet ihr nicht so schnell vergessen.

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Downloads & Touren-Info:


Disclaimer: Wie oben erwähnt, wurde ich von Salewa zu diesem Event eingeladen um für die Salewa Social Media-Kanäle zu berichten. 

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