Spering und Schillereck

Es gibt Wanderungen, wo der eigentliche Aufstieg ziemlich unspannend ist. Wo es keine Hütte zum Einkehren gibt und keine ausgesetzten Stellen oder Stahlseilsicherungen auf die Wanderer warten. Genau in diese Kategorie fällt die Tour auf den Spering und das Schillereck. Aber man darf sich von dem unspekatkulären ersten Teil nicht entmutigen lassen, erst relativ weit oben offenbart sich nämlich eine tolle Aussicht über das Kremstal und die angrenzenden Berge und Gebirge. Da die konditionell doch recht anspruchsvolle Route vielen Bergsteigern für das, was sie bietet, zu anstrengend erscheint, trifft man selbst an Wochenenden nicht sehr viele Leute. Perfekt um die Seele im Sengsengebirge ein wenig baumeln zu lassen.

Ausgangspunkt ist der Parkplatz Teufelskirche (A9 Abfahrt St. Pankraz, vorbei am Bahnhof Hinterstoder). Dazu nach dem Speringbauer der Straße noch weiter folgen bis man an einem Parkplatz ankommt.

Vom Parkplatz aus geht es an einer Schranke vorbei und dann zuerst ein Stück entlang der Forststraße bis man auf den Wanderweg 460 abzweigt. Auf diesem quert man dann noch ein paar Mal die Forststraße bis man eine verfallene Jagdhütte am Lackerboden erreicht. Ab dann wird der Weg deutlich steiler und der anfangs noch sehr dichte Wald lichtet sich zunehmend.

In der Ferne kann man den kleinen Priel erspähen.
In der Ferne kann man den kleinen Priel erspähen.

Nach einem anstrengenden – weil eher steilen – Aufstieg erreicht man schließlich eine Funk-/Sendeanlage. Von hier aus teilt sich der Weg. Links geht es zum Spering, rechts zum Schillereck.

Wir haben uns entschlossen, zuerst auf den Spering zu gehen. Dabei kommt man kurzzeitig wieder auf eine Forststraße und folgt dieser Richtung Norden. Nach einer Linkskurve folgt man dem Wanderweg Nr 2.

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Der Anstieg zum Spering am Nordhang war anfangs steil und dank Schnee und Matsch eine eher gatschige Angelegenheit. Zumindest bis man sich wieder am Südhang befindet und dort auf dem Grat zwischen Latschen bis zum Gipfel (1605 m) folgt. Vom Parkplatz bis hier sollte man je nach Geschwindigkeit und Ausdauer 2 bis 3 Stunden einrechnen.

Ganz hinten kann man das Gipfelkreuz vom Spering schon sehen.
Ganz hinten kann man das Gipfelkreuz vom Spering schon sehen. Rechts dahinter sieht man außerdem die Kremsmauer. Von oben hat man außerdem einen tollen Ausblick über das Kremstal bis nach Kirchdorf.

Zurück geht es in ca. 30 Minuten am gleichen Weg Richtung Funkstation. Man kann hier auch auf der Straße bleiben und hinter der Station zur Wegkreuzung zurückkehren.

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Bei der Kreuzung nimmt man diesmal den Weg Richtung Schillereck. Der Höhenweg Sengsengebirge (Wanderweg 469) führt über einen mit Latschen bewachsenen Bergrücken zum nächsten Gipfelkreuz. Der Weg ist bis auf eine Stelle einfach und sollte kein Problem sein – Vorsichtig sollte man vor allem bei Nässe und Schnee trotzdem sein.

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Ein paar Hügel bergauf und -ab später kommt man schließlich nach ungefähr 45 Minuten am Schillereck auf  1748 m Seehöhe an.

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Das Panorama oben ist wahnsinn. Hier die Berge rund um den kleinen Priel …
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…. links der kleine und große Pyhrgas. Rechts das Warscheneck.

Beim Abstieg geht es ein weiteres mal zurück zur Funkstation und über den Aufstiegsweg zurück zum Parkplatz.

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Gehzeit für den Abstieg vom Schillereck ungefähr 2,5 Stunden.

 

Mehr Fotos gibt’s übrigens im kompletten Album auf Facebook

 

Die Wanderung im Überblick

Gehzeit: 5 1/2 – 6 Stunden (Auf- und Abstieg)
Höhenunterschied: ca. 1400 m
Hinweise: Am Nordhang kann es (vor allem bei Schnee) sehr rutschig sein. Genügend Wasser mitnehmen, auf dem Weg gibt es keine Einkehrmöglichkeit!
GPX-Datei: Download

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