Bergtour vom Riesachfall zum Klafferkessel über den Greifenberg

Durch die zwei Schutzhütten entlang des Weges – der Gollinghütte und der Preintaler Hütte – kann man die Tour beliebig auf mehrere Tage aufteilen. Als 3-Tages-Tour mit Übernachtung auf beiden Hütten oder als 2-Tages-Tour mit Übernachtung auf der Gollinghütte. Konditionierte Bergsteiger können die knapp 22km lange Wanderung mit 1.600 Höhenmetern auch an einem Tag erledigen – stressfreier und erholsamer ist es aber sicherlich auf mehrere Tage aufgeteilt.

Geparkt wird am gebührenpflichtigen Seeleiten-Parkplatz am Gasthaus Riesachfall. Auch mit öffentlichen Verkehrsmitteln erreicht man den Ausgangspunkt mit einem regelmäßigen Linienbus vom Bahnhof Schladming sehr gut. Für mich startet die Tour an diesem Tag sehr bald. Es soll ein heißer Hochsommer-Tag werden und ich will die kühlen Temperaturen des Morgens nutzen, um so hoch wie möglich hinauf zu kommen. Im Untertal hängt trotz des stabilen Hochsommer-Wetters der morgendliche Nebel. Und es ist noch kühl – nur 12 Grad zeigt das Thermometer an. Perfekt für einen schnellen Aufstieg. Vom Parkplatz beim Gasthaus Riesachfall aus folgt man dem Wegweiser Richtung Gollinghütte. Entlang der Forststraße und immer wieder neben einem kühlen Bach geht es so eher flach durch das Steinriesental. Die eigentlich satt-grünen Wiesen wollen mangels Sonnenstrahlen noch nicht so wirklich in ihrer eigentlichen Farbe glänzen. Relativ flott erreicht man das Talende, wo eine Materialseilbahn zur Gollinghütte hinaufführt. Ein knackiger Anstieg führt in Serpentinen die restlichen 150 Höhenmeter zur Gollinghütte. Bis hierher hat man dann ungefähr 550 Höhenmeter zurückgelegt.
Noch kann sich die Sonne im Steinriesental nicht behaupten.
Von der Gollinghütte geht es links weiter. Man überquert einen kleinen Bach und es wird schnell steiler und steiniger. Der Weg Nr. 702 zieht sich serpentinenartig hinauf zum Greifenberg. Einige Passagen sind mit einem Seil versichert – aber grundsätzlich nicht schwierig.
Unten – noch immer im Schatten des Greifenbergs – sieht man ganz klein die Gollinghütte.
Bei meinem Aufstieg spendet der Greifenberg noch immer den kostbaren Schatten und schützt mich somit vor der aufkommenden Sommerhitze. Doch der Schatten währt nicht ewig. Je näher man zum Greifenbergsattel auf 2.450 m kommt, desto ausgesetzter ist man der Sonne. Dafür nimmt aber der großartige Ausblick auf die umliegende Bergwelt zu Den ersten Vorgeschmack auf die Seenlandschaft des Klafferkessels bekommt man am Greifenbergsattel. Der Gipfel des Greifenbergs ist schon in Greifweite gerückt – nur mehr ein kurzer Anstieg trennt mich vom Gipfelkreuz – aber am Greifenbergsattel sollte man sich kurz Zeit nehmen und den höchsten See der Schladminger Tauern bewundern. Die restlichen 150 Höhenmeter bis zum Gipfel sind dann schnell gemeistert. Über den mäßig steilen Rücken des Greifenbergs geht es bis zum Gipfelkreuz. Hier eröffnet sich dann zum ersten Mal der Ausblick auf den Klafferkesssel und seine vielen Seen. Nord-östlich vom Gipfel, weit unten auf 2.3000 m befinden sich die herrlichen Wasserbecken. Die Vorfreude darauf steigt dermaßen, dass ich mich nur kurz am offensichtlich viel besuchten Gipfel aufhalte und gleich mit dem Abstieg zum Klafferkessel beginne. Ich folge dem Weg Nr. 702 hinunter. Über kurze Seilversicherungen geht es hier anfangs relativ steil und teils über Geröll und sandigen Boden von der Obere Klafferscharte zum Kessel. Weiter unten wechselt die Bodenbeschaffenheit dann vom kleineren Geröll zu größeren Gesteinsbrocken, die mitunter etwas mühsamer sind.
Kurze Stellen mit Seilversicherung führen hinunter in den Kessel
Spätestens hier lohnt sich der anstrengende An- und Abstieg über den Greifenberg. Die Seenlandschaft im Klafferkessel ist wahnsinnig beeindruckend. Wenn man dem Weg folgt taucht ein See nach dem anderen auf und man denkt kurz, dass das nie mehr aufhört – im positiven Sinne natürlich. Hier lasse ich am besten die Bilder für sich sprechen. Nach einem ausgedehnten Streifzug und einem kurzen Sprung ins kühle Nass verlasse ich die Seenlandschaft über die Untere Klafferscharte. Hier geht es dann über die Hänge der Lämmerkare hinunter Richtung Preintaler Hütte. Wer hier seine Blicke etwas abseits vom Weg streifen lässt, findet schnell viele Heidelbeer-Sträucher, die förmlich zum Schlemmen einladen. Kurz vor der Querung zur Hütte erreicht man ein weiteres wunderschönes Hochtal. Von hier ist es dann nicht mehr weit und man erreicht schon bald die Preintaler Hütte, wo man sich entweder eine Übernachtung – oder in meinem Fall zumindest eine kleine Stärkung verdient hat. Gleich neben der Preintaler Hütte befindet sich auch noch die kleinere Waldhorn-Alm, die Kleinigkeiten zum Essen und frische Getränke anbietet. Falls die Preintaler Hütte voll ist, kann man hier übrigens auch für eine Übernachtung im Lager anfragen. Ab der Preintaler Hütte fängt dann der eigentliche Abstieg zurück zum Ausgangspunkt an. Anfangs noch etwas steiler wird der Weg hinunter zur Kotalm schnell flacher und schließlich fast eben zum Riesachsee und zur Kaltenbachalm und Gfölleralm. Der Riesachsee bietet eine letzte Abkühlungsmöglichkeit bevor man auf der Forststraße zurück zum Parkplatz Seeleiten kommt.

Die Wanderung im Überblick

Gehzeit:7:00 – 11:00 (je nach Geschwindigkeit und Pausen)
Höhenunterschied:1.600 Höhenmeter
Hinweise:Als Eintagestour eine sehr lange und konditionsfordernde Tour. Einkehrmöglichkeiten: Preintaler Hütte, Gollinghütte und Waldhorn-Alm.
GPX-Datei:Download

Die Bergtour über den Greifenberg zum Klafferkessel zählt sicherlich zu den schönsten, die es in den Schladminger Tauern gibt. Der Klafferkessel ist ein Naturschutzgebiet südlich von Schladming im Rohrmooser Untertal. Knapp 30 Bergseen in unterschiedlicher Größe haben sich am Fuße des Greifenbergs auf dem ehemaligen Gletscherboden auf 2.300m Höhe gebildet.

Durch die zwei Schutzhütten entlang des Weges – der Gollinghütte und der Preintaler Hütte – kann man die Tour beliebig auf mehrere Tage aufteilen. Als 3-Tages-Tour mit Übernachtung auf beiden Hütten oder als 2-Tages-Tour mit Übernachtung auf der Gollinghütte. Konditionierte Bergsteiger können die knapp 22km lange Wanderung mit 1.600 Höhenmetern auch an einem Tag erledigen – stressfreier und erholsamer ist es aber sicherlich auf mehrere Tage aufgeteilt.

Geparkt wird am gebührenpflichtigen Seeleiten-Parkplatz am Gasthaus Riesachfall. Auch mit öffentlichen Verkehrsmitteln erreicht man den Ausgangspunkt mit einem regelmäßigen Linienbus vom Bahnhof Schladming sehr gut.

Für mich startet die Tour an diesem Tag sehr bald. Es soll ein heißer Hochsommer-Tag werden und ich will die kühlen Temperaturen des Morgens nutzen, um so hoch wie möglich hinauf zu kommen. Im Untertal hängt trotz des stabilen Hochsommer-Wetters der morgendliche Nebel. Und es ist noch kühl – nur 12 Grad zeigt das Thermometer an. Perfekt für einen schnellen Aufstieg.

Vom Parkplatz beim Gasthaus Riesachfall aus folgt man dem Wegweiser Richtung Gollinghütte. Entlang der Forststraße und immer wieder neben einem kühlen Bach geht es so eher flach durch das Steinriesental. Die eigentlich satt-grünen Wiesen wollen mangels Sonnenstrahlen noch nicht so wirklich in ihrer eigentlichen Farbe glänzen. Relativ flott erreicht man das Talende, wo eine Materialseilbahn zur Gollinghütte hinaufführt. Ein knackiger Anstieg führt in Serpentinen die restlichen 150 Höhenmeter zur Gollinghütte. Bis hierher hat man dann ungefähr 550 Höhenmeter zurückgelegt.

Noch kann sich die Sonne im Steinriesental nicht behaupten.

Von der Gollinghütte geht es links weiter. Man überquert einen kleinen Bach und es wird schnell steiler und steiniger. Der Weg Nr. 702 zieht sich serpentinenartig hinauf zum Greifenberg. Einige Passagen sind mit einem Seil versichert – aber grundsätzlich nicht schwierig.

Unten – noch immer im Schatten des Greifenbergs – sieht man ganz klein die Gollinghütte.

Bei meinem Aufstieg spendet der Greifenberg noch immer den kostbaren Schatten und schützt mich somit vor der aufkommenden Sommerhitze. Doch der Schatten währt nicht ewig. Je näher man zum Greifenbergsattel auf 2.450 m kommt, desto ausgesetzter ist man der Sonne. Dafür nimmt aber der großartige Ausblick auf die umliegende Bergwelt zu

Den ersten Vorgeschmack auf die Seenlandschaft des Klafferkessels bekommt man am Greifenbergsattel. Der Gipfel des Greifenbergs ist schon in Greifweite gerückt – nur mehr ein kurzer Anstieg trennt mich vom Gipfelkreuz – aber am Greifenbergsattel sollte man sich kurz Zeit nehmen und den höchsten See der Schladminger Tauern bewundern.

Die restlichen 150 Höhenmeter bis zum Gipfel sind dann schnell gemeistert. Über den mäßig steilen Rücken des Greifenbergs geht es bis zum Gipfelkreuz. Hier eröffnet sich dann zum ersten Mal der Ausblick auf den Klafferkesssel und seine vielen Seen.

Nord-östlich vom Gipfel, weit unten auf 2.3000 m befinden sich die herrlichen Wasserbecken. Die Vorfreude darauf steigt dermaßen, dass ich mich nur kurz am offensichtlich viel besuchten Gipfel aufhalte und gleich mit dem Abstieg zum Klafferkessel beginne.

Ich folge dem Weg Nr. 702 hinunter. Über kurze Seilversicherungen geht es hier anfangs relativ steil und teils über Geröll und sandigen Boden von der Obere Klafferscharte zum Kessel. Weiter unten wechselt die Bodenbeschaffenheit dann vom kleineren Geröll zu größeren Gesteinsbrocken, die mitunter etwas mühsamer sind.

Kurze Stellen mit Seilversicherung führen hinunter in den Kessel

Spätestens hier lohnt sich der anstrengende An- und Abstieg über den Greifenberg. Die Seenlandschaft im Klafferkessel ist wahnsinnig beeindruckend. Wenn man dem Weg folgt taucht ein See nach dem anderen auf und man denkt kurz, dass das nie mehr aufhört – im positiven Sinne natürlich. Hier lasse ich am besten die Bilder für sich sprechen.

Nach einem ausgedehnten Streifzug und einem kurzen Sprung ins kühle Nass verlasse ich die Seenlandschaft über die Untere Klafferscharte. Hier geht es dann über die Hänge der Lämmerkare hinunter Richtung Preintaler Hütte.

Wer hier seine Blicke etwas abseits vom Weg streifen lässt, findet schnell viele Heidelbeer-Sträucher, die förmlich zum Schlemmen einladen.

Kurz vor der Querung zur Hütte erreicht man ein weiteres wunderschönes Hochtal.

Von hier ist es dann nicht mehr weit und man erreicht schon bald die Preintaler Hütte, wo man sich entweder eine Übernachtung – oder in meinem Fall zumindest eine kleine Stärkung verdient hat. Gleich neben der Preintaler Hütte befindet sich auch noch die kleinere Waldhorn-Alm, die Kleinigkeiten zum Essen und frische Getränke anbietet. Falls die Preintaler Hütte voll ist, kann man hier übrigens auch für eine Übernachtung im Lager anfragen.

Ab der Preintaler Hütte fängt dann der eigentliche Abstieg zurück zum Ausgangspunkt an. Anfangs noch etwas steiler wird der Weg hinunter zur Kotalm schnell flacher und schließlich fast eben zum Riesachsee und zur Kaltenbachalm und Gfölleralm.

Der Riesachsee bietet eine letzte Abkühlungsmöglichkeit bevor man auf der Forststraße zurück zum Parkplatz Seeleiten kommt.

Die Wanderung im Überblick

Gehzeit: 7:00 – 11:00 (je nach Geschwindigkeit und Pausen)
Höhenunterschied: 1.600 Höhenmeter
Hinweise: Als Eintagestour eine sehr lange und konditionsfordernde Tour. Einkehrmöglichkeiten: Preintaler Hütte, Gollinghütte und Waldhorn-Alm.
GPX-Datei: Download

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